Kategorie: Gedichte
-

Atemrand
über die Schwelle zwischen dem, was wir festhalten wollen, und dem, was sich nicht halten lässt. Ich kann den Himmel nicht mehr sehen.Etwas hat mich gelöst aus der Naht der Welt.Zurück bleibt ein schwarzer Raum im Mund der Zeit.Wer sieht, wenn das Sehen zerfällt?Wer hört, wenn die Stimmen versiegen? Die Sterbenden blühen auf –Nachtblumen am…
-

Hörraum
über das Recht zu fühlen Die Stimme, tief aus dem Bauch, ragt auf,ein Störsignal im Leib der Ordnung.Sie lärmt nicht – sie hämmert stumm gegen das,was keiner mehr denkt und alle schon wissen. Er steht im Flur mit dem Bademantel der Aufrechten,bereit für das unausgesprochene Protokoll.Die Wohnung riecht nach Schweigen.Im Fenster zittert das Land. Wer…
-

Gleich-Gültig
Die Absurdität als Durchgangstor – Ein Gedicht über das absurde, taumelnde Menschsein zwischen Dummheit und Sehnsucht, zwischen Grütze und Erwachen. Der Bruch der Linien führt unweigerlichzur klaren Erkenntnis der Dummheit des Seins.Unbeholfen flutscht es durch die Zeit,findet keinen Halt, weder hier noch dort. Sein roter Sabber glüht durch Räume,voll von wirrem Unbehagen, mit Grütze beladen.Spuckend…



