Kategorie: Gedichte
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Aschegarten
wo der Schmerz seinen Namen verliert. 1. Im Garten der Rippenwuchs eine Blume aus Salz. Jedes Blütenblatteine Erinnerung. Jede Erinnerungein Messer aus langsamem Schnee. Die Jahre trugenein verborgenes Tier. Eine Zeit langhatte Schmerz einen Namen. 2. Dann kamen die Frühlingsnächte. Nicht sanft. Die Knospen brachen aufwie Wunden im Eis. Unter den Wurzelnzitterten namenlose Wasser. Dort…
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Atemrand
über die Schwelle zwischen dem, was wir festhalten wollen, und dem, was sich nicht halten lässt. Ich kann den Himmel nicht mehr sehen.Etwas hat mich gelöst aus der Naht der Welt.Zurück bleibt ein schwarzer Raum im Mund der Zeit.Wer sieht, wenn das Sehen zerfällt?Wer hört, wenn die Stimmen versiegen? Die Sterbenden blühen auf –Nachtblumen am…
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Hörraum
über das Recht zu fühlen Die Stimme, tief aus dem Bauch, ragt auf,ein Störsignal im Leib der Ordnung.Sie lärmt nicht – sie hämmert stumm gegen das,was keiner mehr denkt und alle schon wissen. Er steht im Flur mit dem Bademantel der Aufrechten,bereit für das unausgesprochene Protokoll.Die Wohnung riecht nach Schweigen.Im Fenster zittert das Land. Wer…



