gedichte

  • Hörraum

    über das Recht zu fühlen Die Stimme, tief aus dem Bauch, ragt auf,ein Störsignal im Leib der Ordnung.Sie lärmt nicht – sie hämmert stumm gegen das,was keiner mehr denkt und alle schon wissen. Er steht im Flur mit dem Bademantel der Aufrechten,bereit für das unausgesprochene Protokoll.Die Wohnung riecht nach Schweigen.Im Fenster zittert das Land. Wer

    weiter lesen

  • Gleich-Gültig

    Die Absurdität als Durchgangstor – Ein Gedicht über das absurde, taumelnde Menschsein zwischen Dummheit und Sehnsucht, zwischen Grütze und Erwachen. Der Bruch der Linien führt unweigerlichzur klaren Erkenntnis der Dummheit des Seins.Unbeholfen flutscht es durch die Zeit,findet keinen Halt, weder hier noch dort. Sein roter Sabber glüht durch Räume,voll von wirrem Unbehagen, mit Grütze beladen.Spuckend

    weiter lesen

  • Stimmenschatten

    Ein poetischer Spiegel über Macht, Illusion und das leise Herz der Leerheit.  IAus den schwarzen Wäldern der Bildschirmebricht Lärm – wie Licht ohne Ursprung.Worte: welkes Laub in Tümpel, die keine Sterne spiegeln,nur Algorithmus und Abgrund.Wer spricht, wenn der Sinn verkrustet in Moos und Meinungen?Fahnen wehen aus Asche – ohne Namen.In den Drähten lärmen Stare, Stimmen

    weiter lesen

  • Kriegsgewirr

    ein Gedicht über das karmische Echo der Welt ITod steht auf dem Schild hinter der Ecke links.Ein Flüstern aus rostenden Kehlen,dort, wo Zäune Gedächtnis fressen.Eiserne Pferde stampfen dumpf durch das Rückgrat der Lotosfelder.Zugzwang.Würfelspiel im Sargdeckel des Himmels.Reiter tragen keine Namen mehr –nur Ränge. IIVerzerrte Fratzen schieben ihre Panzer aus Gier und Unwissenheit.Ein Auge blinzelt im

    weiter lesen

  • Falterzeit

    ein Gedicht über Vergänglichkeit, Krieg und die Schlaflosigkeit der Gier IBleiern sinkt das Licht in den Staub der Zikaden,ausgezehrt steht der Pflaumenbaum –sein Schatten: ein ausgehungertes Pferdauf den Feldern hinter der Zeit.Ein Kind faltet das Abendrotzu einem Schiff aus Knochenpapier.Wie viele Monde braucht der Mensch,um zu verstehen, dass sie nicht aus Silber sind? IIDie Zunge

    weiter lesen