Chris Nivata
Mystiker und Freigeist

Ich erkläre nicht, was Spiritualität ist. Ich lebe sie – und manchmal erschüttert das, was dabei entsteht.
Seit 1977 bewege ich mich durch Kampfkunst, Meditation und innere Praxis. Es ist Leidenschaft und Lebenssinn. Judo, Ninjutsu, Bruce Lees Jeet Kune Do – irgendwann wurde daraus Taiji, Bagua, Wing Chun. Doch ich sammelte keine Stile. Drei Fragen haben mich nie losgelassen: Was liegt hinter der Bewegung? Was hinter dem Gedanken? Was hinter dem Ich?
Schon als Kind hatte ich außerkörperliche Erfahrungen. Mein Vater lehrte mich Autogenes Training, mein Körper lehrte mich den Rest. Ich habe 21 Jahre lang ein eigenes Dojo in Berlin geführt, wurde 2010 zum buddhistischen Priester ordiniert, und habe irgendwann gemerkt: Die Schachtel ist zu klein. Nicht weil die Lehren falsch wären – sondern weil Wahrheit sich nicht in Organisationen halten lässt. Heute folge ich keiner Schule mehr.
Ich lese Buddha, Krishna, Jesus – kritisch, liebevoll, ohne Gefolgschaft. Ich praktiziere jeden Morgen Taiji, singe tibetische Pujas oder mache Energiearbeit – es führt mich nirgendwo hin, es fühlt sich wahr an. Ich schreibe Gedichte, die niemanden trösten sollen. Ich mache Musik, die nicht beruhigt.
Ich habe Physik studiert und die Welt der Formeln nie ganz hinter mir gelassen – die Gesetze des Universums faszinieren mich, innen wie außen. Kampfkunst und Meditation unterrichte ich, wenn es stimmig ist. Meist online.
Ich gebe Impulse wie Gebetsfahnen im Wind.
Sie bleiben, sie gehen.
„Das Leben selbst ist Sadhana. Alles andere ist Vorbereitung.“
